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Calan Sr (Verapamil)

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Calan SR enthält Verapamil und wird zur Behandlung bestimmter Herzrhythmus- und Herzerkrankungen eingesetzt. Der Wirkstoff wird langsam über den Tag freigesetzt (Retardtabletten), damit der Blutdruck und/oder die Herzarbeit gleichmäßig reguliert werden. Nehmen Sie das Arzneimittel genau nach ärztlicher Anweisung ein. Informieren Sie Ihren Arzt bei Herzrasen, Schwindel oder sehr langsamer Herzfrequenz sowie vor Beginn neuer Medikamente.
Calan SR (Verapamil) – Patienteninformation

Calan SR (Verapamil) – Patienteninformation für Österreich

Calan SR enthält den Wirkstoff Verapamil in einer Retardform (SR = „Sustained Release“). Das bedeutet: Der Wirkstoff wird über längere Zeit gleichmäßig freigesetzt, um die Wirkung über den Tag zu unterstützen. Diese Information hilft Ihnen, die wichtigsten Eigenschaften von Calan SR zu verstehen – von Wirkmechanismus und Anwendung bis zu Sicherheit, Wechselwirkungen und praktischen Tipps.

Hinweis: Diese Beschreibung ersetzt nicht die individuelle Beratung durch Ärztin/Arzt oder Apotheke. Wenn Sie unsicher sind, ob das Arzneimittel zu Ihnen passt, wenden Sie sich bitte an Fachpersonal.


1) Grundinformation zum Produkt

Eigenschaft Beschreibung
Wirkstoff Verapamil
Darreichungsform Retardtabletten (SR = verlängerte Wirkdauer)
Therapeutische Klasse Calciumkanalblocker (Nicht-Dihydropyridin-Typ)
Ziel der Behandlung Herzfrequenz- und Leitungsbeeinflussung, Blutdrucksenkung (je nach Indikation)
Wirkweise (vereinfacht) Entspannt die Herz- und Gefäßmuskulatur, verlangsamt die Überleitung im Herzen
Typische Anwendung Einmal- oder zweimal täglich (abhängig von Verordnung/Indikation)

2) Wie Calan SR wirkt (Wirkmechanismus)

Verapamil ist ein Calciumkanalblocker, der vor allem an Calciumkanälen vom L-Typ in den Muskelzellen von Herz und Gefäßen ansetzt. Dadurch:

  • verringert sich die Erregbarkeit des Herzens: Die Überleitung im Reizleitungssystem wird verlangsamt.
  • die Herzfrequenz kann sinken, was besonders bei bestimmten Herzrhythmusstörungen genutzt wird.
  • Gefäße können sich entspannen: Das unterstützt die Blutdrucksenkung.
  • Herzbelastung nimmt ab: Der Sauerstoffbedarf des Herzens kann reduziert werden.

Bei der Retardform (SR) hält die Wirkung länger an, wodurch im Alltag oft eine bequemere Einnahmestruktur möglich ist.


3) Pharmakokinetik – was der Körper mit Verapamil macht

Unter Pharmakokinetik versteht man, wie der Körper den Wirkstoff aufnimmt, verteilt, verstoffwechselt und ausscheidet. Bei Verapamil sind insbesondere folgende Punkte relevant:

  • Aufnahme/Wirkeintritt: Bei Retardtabletten setzt die Wirkung zeitverzögert und über längere Zeit ein. Der genaue Zeitpunkt kann je nach Person variieren.
  • Verteilung: Verapamil verteilt sich im Körper und wirkt an den Zielstrukturen von Herz und Gefäßen.
  • Stoffwechsel: Verapamil wird überwiegend in der Leber verstoffwechselt. Dadurch können Leberfunktionsstörungen die Wirkstoffkonzentration beeinflussen.
  • Ausscheidung: Die Elimination erfolgt hauptsächlich über den Stoffwechsel/Abbauprodukte und die Ausscheidung.
  • Halbwertszeit: Die Wirkung hält durch die Retardform länger an; die individuelle Halbwertszeit kann variieren.

Praktisch bedeutet das: Die regelmäßige Einnahme ist wichtig, um gleichmäßige Konzentrationen zu erreichen. Bei bestimmten Lebererkrankungen können niedrigere Dosen oder engere Kontrollen erforderlich sein.


4) Typische Anwendungsgebiete (Indikationen)

Verapamil wird in der klinischen Praxis unter anderem eingesetzt bei:

  • bestimmten Herzrhythmusstörungen (je nach Rhythmusart und ärztlicher Bewertung)
  • Bluthochdruck (Hypertonie), wenn Verapamil geeignet ist
  • Angina pectoris (chronisch stabile Angina) zur Unterstützung der Herzarbeit
  • Vorbeugung von Migräne bei ausgewählten Patient:innen (je nach Behandlungsplan)

Die genaue Indikation hängt von Ihrer Diagnose, Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand und möglichen Begleitmedikationen ab.


5) Dosis und Einnahme – so wird Calan SR üblicherweise verwendet

Wichtig: Die Dosierung wird individuell festgelegt. Faktoren wie Alter, Herzfrequenz, Blutdruck, Begleiterkrankungen (z. B. Leberprobleme) und andere Arzneimittel spielen eine Rolle.

Typisches Einnahmeschema (als Orientierung):

  • Retardtabletten: häufig 1–2-mal täglich (je nach Verordnung/Indikation und Verträglichkeit).
  • Start langsam: Häufig wird mit einer niedrigeren Dosis begonnen und bei Bedarf angepasst.
  • Kontrollen: Herzfrequenz, Blutdruck sowie EKG-Verläufe können überwacht werden.

Einnahme-Tipps:

  • Nehmen Sie die Tabletten regelmäßig ein, idealerweise zur gleichen Tageszeit.
  • Retardtabletten nicht zerbeißen/zerdrücken, sofern dies nicht ausdrücklich so vorgesehen ist. Retard-Formulierungen sind auf eine bestimmte Freisetzung ausgelegt.
  • Tabletten mit ausreichend Wasser einnehmen.

6) Zeitpunkt der Einnahme: Wann wirkt Calan SR?

Da es sich um eine SR-Retardform handelt, ist der Wirkbeginn typischerweise nicht sofort wie bei schnell freisetzenden Tabletten, sondern über den Verlauf des Tages gleichmäßig.

  • Konstanz ist entscheidend: Wichtig ist, dass Sie die Dosis nicht „nach Bedarf“ verändern, sondern nach dem geplanten Schema einnehmen.
  • Wirkung im Alltag: Wenn die Dosis einmal täglich erfolgt, erwarten viele Patient:innen über den Tag hinweg eine stabilere Wirkung.
  • Bei Anpassungen: Nach Dosisänderungen kann es einige Tage dauern, bis ein stabiles Wirkniveau erreicht ist. Lassen Sie sich in dieser Phase engmaschig betreuen.

Wenn Sie Symptome bemerken, die auf eine zu starke oder zu schwache Wirkung hindeuten (z. B. Schwindel, starke Müdigkeit, sehr langsamer Puls), informieren Sie bitte Ihre Ärztin/Ihren Arzt.


7) Nahrungs- und Nichteinfluss durch Essen: Was ist mit dem Essen?

Grundsätzlich können Mahlzeiten die Aufnahme von Arzneimitteln beeinflussen. Bei Verapamil hängt der genaue Effekt von der Darreichungsform und der individuellen Situation ab.

  • Praxisnah: Viele Patient:innen nehmen Calan SR mit oder ohne Nahrung ein.
  • Wichtig ist Konstanz: Versuchen Sie, die Einnahme in Bezug auf Mahlzeiten möglichst gleich zu halten, damit der Wirkspiegel ähnlich bleibt.
  • Bei Magen-Darm-Beschwerden: Sprechen Sie mit Ihrer Apotheke/ärztlichen Betreuung, wenn es zu erheblichen Beschwerden kommt.

Orientieren Sie sich am Beipacktext bzw. an den Anweisungen Ihrer Ärztin/Ihres Arztes.


8) Alkohol und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Alkohol

Alkohol kann den Kreislauf beeinflussen und dadurch Schwindel, Benommenheit oder Blutdruckabfälle verstärken. Wenn Sie Calan SR einnehmen, ist daher zu empfehlen:

  • Alkohol nur in Maßen und beobachten, wie Sie sich fühlen.
  • Vorsicht bei Tätigkeiten, die Aufmerksamkeit erfordern (z. B. Auto fahren), wenn Sie Nebenwirkungen spüren.

Wichtige Arzneimittel-Interaktionen

Verapamil kann mit anderen Arzneimitteln zusammenwirken, insbesondere über Effekte auf Herzfrequenz/Herzleitung sowie über Stoffwechselwege in der Leber.

Beispiele für relevante Wechselwirkungsklassen:

  • Andere Medikamente, die den Herzrhythmus beeinflussen (z. B. Antiarrhythmika): Kombinationen können die Wirkung additiv verstärken.
  • Betablocker (zur Blutdruck- oder Rhythmuskontrolle): Kann zu einer verstärkten Verlangsamung des Herzens führen – ärztliche Überwachung ist wichtig.
  • Nitrate (gegen Angina): Können sich hinsichtlich der Durchblutung/Wirkung ergänzen; Kreislaufwirkungen sind zu beachten.
  • Digoxin (Herzglykosid): Verapamil kann die Digoxin-Spiegel beeinflussen.
  • Einige Antibiotika und Antimykotika (u. a. starke Hemmer bestimmter Enzyme): Können Verapamil-Spiegel erhöhen.
  • CYP-/Leberenzyme: Manche Wirkstoffe können den Verapamil-Abbau verändern – dadurch kann die Wirkung stärker oder schwächer werden.

Geben Sie Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt und Ihrer Apotheke bitte immer eine vollständige Liste Ihrer Medikamente (auch pflanzliche Präparate, Vitamin- oder Nahrungsergänzungsmittel) an.


9) Sicherheit & Nebenwirkungen – worauf sollten Sie achten?

Wie alle Arzneimittel kann auch Calan SR Nebenwirkungen verursachen. Nicht jede Person bekommt sie. Viele Beschwerden sind vorübergehend und hängen mit Dosis und individueller Empfindlichkeit zusammen.

Häufige mögliche Nebenwirkungen

  • Schwindel oder Benommenheit (v. a. zu Beginn oder bei Dosisänderungen)
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit oder Magenbeschwerden
  • Verstopfung (bei Verapamil nicht selten)
  • Ödeme (z. B. Knöchel-/Beinschwellungen) durch Gefäßerweiterung
  • langsamer Puls (Bradykardie), falls die Wirkung stärker ausfällt

Wichtige Warnzeichen (sofort abklären lassen)

Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe oder Notfallabklärung, wenn Sie eines der folgenden Zeichen bemerken:

  • Ohnmacht oder ausgeprägte Schwäche
  • starke Brustschmerzen oder deutlich verschlechterte Herzbeschwerden
  • sehr langsamer Herzschlag mit Symptomen (z. B. Schwindel, Atemnot)
  • ungewöhnliche Atemnot, schwere Kreislaufprobleme
  • starke allergische Reaktionen (z. B. Schwellungen im Gesicht, Atembeschwerden, Ausschlag)

Vorsicht bei bestimmten Personengruppen

  • Leberfunktionsstörungen: können eine Anpassung der Dosierung und engere Kontrollen erfordern.
  • Bestimmte Herzleitungsstörungen: insbesondere bei vorgeschädigter Reizleitung.
  • Ältere Patient:innen: oft empfindlicher für Kreislaufreaktionen – langsames Einstellen ist besonders wichtig.
  • Schwangerschaft/Stillzeit: Sicherheit und Nutzen-Risiko müssen individuell ärztlich bewertet werden.

10) Praktische Anwendungstipps für den Alltag

  • Regelmäßigkeit: Stellen Sie sich z. B. eine tägliche Erinnerung.
  • Puls und Blutdruck beobachten: Besonders bei Start oder Dosisänderung kann es sinnvoll sein, Werte zu notieren (z. B. für Arztgespräche).
  • Auf Veränderungen achten: Wenn Schwindel oder Benommenheit zunehmen, melden Sie dies.
  • Retardform beachten: Tabletten nicht zerteilen/zerdrücken, da sonst die Retardwirkung verloren gehen kann.
  • Rezeptfreie „Alltagsmittel“: Auch vermeintlich harmlose Mittel können Wechselwirkungen haben. Fragen Sie in der Apotheke nach, z. B. bei Erkältungspräparaten.

Wenn Sie eine Dosis vergessen haben: Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein. Üblicherweise wird die Einnahme fortgesetzt, sobald Sie es bemerken – der genaue Ablauf kann jedoch vom Einnahmeschema abhängen. Fragen Sie im Zweifel in der Apotheke.

Bei zu hoher Einnahme: Nehmen Sie Kontakt mit medizinischem Notdienst oder Giftnotruf auf, wenn starke Symptome auftreten (z. B. ausgeprägte Benommenheit, Kreislaufprobleme, Herzrhythmusstörungen).


11) Alternative Therapieoptionen (Überblick)

Wenn Verapamil nicht geeignet ist oder nicht ausreichend wirkt, gibt es je nach Indikation verschiedene Alternativen. Beispiele:

  • Bei Bluthochdruck: andere Blutdruckklassen wie ACE-Hemmer, AT1-Blocker, Diuretika, Betablocker oder weitere Calciumkanalblocker.
  • Bei Angina pectoris: z. B. Nitrate, Betablocker oder andere antianginöse Strategien – abhängig vom Profil.
  • Bei bestimmten Rhythmusstörungen: können andere Antiarrhythmika oder invasive/elektrophysiologische Verfahren infrage kommen.
  • Bei Migräneprophylaxe: je nach Situation z. B. andere Migräneprophylaktika.

Die beste Alternative hängt immer von Ihrer Diagnose, Ihren Begleiterkrankungen und Ihrer Medikation ab. Besprechen Sie Änderungen nie „auf eigene Faust“, sondern im Rahmen einer medizinischen Entscheidung.


12) Verfügbarkeit, Lieferung & Verordnungs-/Rechtsrahmen in Österreich

In Österreich erfolgt die Abgabe von Arzneimitteln nach den jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen und Einstufungen. Je nach Produkt und Rechtslage ist Calan SR möglicherweise apothekenpflichtig bzw. unterliegt besonderen Abgaberegeln. Onlinebestellungen werden im Rahmen der österreichischen Vorschriften abgewickelt; die endgültige Abgabe erfolgt über eine zugelassene Apotheke.

Lieferung: Üblicherweise erfolgt die Lieferung innerhalb der bei Ihnen bestellten Option (z. B. Standard- oder Expressversand). Verfügbarkeit kann je nach Lagerbestand schwanken. Wir empfehlen, bei dringendem Bedarf vorab die Lieferzeit zu prüfen.

  • Verfügbarkeit: abhängig von Bestand und Herstellerlieferung
  • Versand: sichere Verpackung, Vermeidung von Temperatur-/Lichteinflüssen je nach Anforderungen
  • Beratung: bei Unsicherheiten zur Einnahme oder Wechselwirkungen ist die Apotheke Ihr Ansprechpartner

13) „Jüngste“ Beachtung von ärztlichen Empfehlungen & Monitoring (Allgemein)

In der Praxis werden Behandlungsstrategien bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen fortlaufend aktualisiert. Für Verapamil bedeutet das insbesondere:

  • Therapiekontrolle: Regelmäßige Überprüfung von Wirkung und Sicherheit (Blutdruck, Puls, EKG bei relevanten Indikationen).
  • Wechselwirkungs-Check: Aktualisierte Listen/Erfahrung zu Interaktionen werden in der Betreuung berücksichtigt.
  • Dosisanpassung: je nach klinischem Verlauf, Nebenwirkungen und Begleiterkrankungen.

Bitte folgen Sie stets den aktuellsten Anweisungen Ihrer behandelnden Ärztin/Ihres Arztes und lassen Sie Medikationsänderungen (z. B. neue Antibiotika, Antimykotika, Mittel gegen Herzrhythmus oder Blutdruck) vorab prüfen.


14) FAQ – Häufige Fragen zu Calan SR

Wie lange dauert es, bis Calan SR wirkt?

Durch die Retardform setzt die Wirkung typischerweise zeitversetzt und über längere Zeit ein. Nach Beginn oder Dosisänderung kann es ein paar Tage dauern, bis ein stabiles Wirkungsmuster erreicht ist. Bei Fragen zu Ihrem konkreten Einnahmeschema beraten wir Sie gern.

Kann ich Calan SR mit dem Essen einnehmen?

In vielen Fällen ist die Einnahme mit oder ohne Nahrung möglich. Wichtig ist vor allem, die Einnahme im Alltag möglichst gleichmäßig zu halten.

Darf ich die Retardtablette teilen oder zerdrücken?

Retardtabletten sind so entwickelt, dass der Wirkstoff über die Zeit freigesetzt wird. Bitte nicht zerdrücken oder zerbrechen, außer dies ist ausdrücklich so vorgesehen (siehe Beipacktext) oder wurde Ihnen so erklärt.

Ist es sicher, wenn ich zusätzlich andere Medikamente gegen Herzprobleme nehme?

Das hängt stark von den konkreten Wirkstoffen ab. Verapamil kann die Wirkung anderer Arzneimittel im Herzen verstärken. Deshalb sollten Kombinationen immer ärztlich koordiniert und in der Apotheke überprüft werden.

Was mache ich, wenn ich eine Dosis vergessen habe?

Nehmen Sie in der Regel nicht die doppelte Dosis. Setzen Sie die Einnahme üblicherweise nach dem Schema fort. Da das vom Zeitpunkt abhängen kann, fragen Sie bei Unsicherheit bitte in der Apotheke nach.

Welche Nebenwirkungen sind am häufigsten?

Häufig können Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit und Verstopfung auftreten, außerdem gelegentlich Ödeme (z. B. geschwollene Knöchel) und eine Verlangsamung des Pulses.

Woran merke ich, dass ich zu viel Wirkung habe?

Warnzeichen können starke Müdigkeit, Schwindel, sehr langsamer Puls, Ohnmacht oder deutliche Kreislaufprobleme sein. Bei solchen Symptomen suchen Sie bitte rasch ärztliche Abklärung.

Kann ich während der Therapie Alkohol trinken?

Alkohol kann Kreislaufreaktionen verstärken. Wenn Sie Alkohol trinken möchten, dann in maßvollen Mengen und achten Sie darauf, wie Sie sich fühlen (Schwindel, Blutdruckabfall, Benommenheit).

Welche Wechselwirkungen sind besonders wichtig zu beachten?

Wichtig sind Wechselwirkungen insbesondere mit Medikamenten, die Herzfrequenz/Herzleitung beeinflussen, sowie mit Wirkstoffen, die die Verapamil-Spiegel verändern können (z. B. bestimmte Antibiotika/Antimykotika). Geben Sie stets eine vollständige Medikamentenliste an.

Für wen ist Calan SR nicht geeignet?

Bei bestimmten Herzleitungsstörungen oder kontraindizierten Situationen kann Verapamil ungeeignet sein. Auch bei ausgeprägten Leberproblemen kann besondere Vorsicht nötig sein. Ihre Ärztin/Ihr Arzt prüft diese Faktoren vor Therapiebeginn.


Zusammenfassung

Calan SR (Verapamil) ist ein Retard-Calciumkanalblocker, der vor allem durch Verlangsamung der Erregungsleitung im Herzen und Gefäßentspannung wirkt. Er wird bei verschiedenen Herz-Kreislauf- und ausgewählten Indikationen eingesetzt (z. B. je nach Fall auch bei Migräneprophylaxe). Für die Sicherheit sind insbesondere Herzfrequenz- und Blutdruckkontrollen sowie das Beachten von Wechselwirkungen (inkl. Alkohol) entscheidend.

Wenn Sie Fragen zur passenden Einnahme, zu Wechselwirkungen oder zu Ihrer konkreten Situation haben, wenden Sie sich an Ihre Apotheke.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

120mg, 240mg

Packung: No selection

30 pill, 60 pill, 90 pill, 120 pill, 180 pill, 360 pill