Eldepryl® (Selegilin) – Informationen für Patientinnen und Patienten (Österreich)
Eldepryl® mit dem Wirkstoff Selegilin ist ein Arzneimittel aus der Gruppe der sogenannten MAO‑B‑Hemmer. Es wird zur Behandlung bestimmter Erkrankungen des Nervensystems eingesetzt und kann – je nach Situation – auch im Rahmen anderer therapeutischer Strategien relevant sein.
Diese Seite dient der Orientierung und ersetzt nicht das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt bzw. Ihrer Apotheke. Wenn Sie unsicher sind, was für Sie gilt (z. B. Dosis, Einnahmezeitpunkt, Wechselwirkungen), lassen Sie sich individuell beraten.
Wichtige Hinweise vorab
- Nicht alle „MAO“-Vergleiche sind gleich: Eldepryl® ist ein selektiver MAO‑B‑Hemmer (im therapeutischen Bereich). Dennoch sind Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten und Lebensmitteln möglich.
- Vorsicht bei Kombinationen: Besonders relevant sind Interaktionen mit anderen Antidepressiva, bestimmten Schmerzmitteln (z. B. Tramadol) und Arzneien, die das Serotonin-System beeinflussen.
- Alkohol: Es wird empfohlen, Alkohol zu vermeiden bzw. stark einzuschränken, da Nebenwirkungen verstärkt werden können.
- Stufenweise Änderungen: Dosisanpassungen sollten nur nach ärztlicher Anweisung erfolgen.
Basisdaten zum Arzneimittel
| Eigenschaft | Information |
|---|---|
| Arzneimittelname | Eldepryl® (Selegilin) |
| Wirkstoff | Selegilin (MAO‑B‑Hemmer) |
| Therapeutischer Bereich | Parkinson-Erkrankungen; je nach Land/Indikation auch bestimmte depressive Störungen in Kombination |
| Darreichungsformen | Je nach Produkt/Verfügbarkeit Tabletten (genaue Stärke bitte Packung/Apotheke entnehmen) |
| Aufnahme im Körper | Nach Einnahme im Magen-Darm-Trakt; Wirkung über Hemmung von MAO‑B und nachfolgende Metaboliten |
| Typische Einnahme | Oft morgens bzw. vormittags (wegen möglicher Aktivierung/Insomnie) |
Hinweis: Welche Stärke und genaue Darreichungsform bei Ihnen zutreffen, hängt vom konkreten Produkt ab. Bitte prüfen Sie die Angaben auf der Packung oder fragen Sie in Ihrer Apotheke nach.
Wie Eldepryl® wirkt: Mechanismus der Wirkung
Selegilin ist ein selektiver Hemmer der Monoaminoxidase Typ B (MAO‑B). Dieses Enzym baut im Gehirn unter anderem den Botenstoff Dopamin ab. Durch die Hemmung von MAO‑B kann die Dopaminverfügbarkeit im Gehirn steigen bzw. länger verfügbar bleiben.
Bei Parkinson kann das helfen, Bewegungsstörungen und Verlangsamung zu beeinflussen. Bei einigen depressiven Krankheitsbildern kann Selegilin über die Beeinflussung monoaminerger Systeme als Bestandteil therapeutischer Strategien genutzt werden (abhängig von Leitlinien, Landesspezifika und individueller Situation).
Pharmakokinetik: Was passiert mit dem Wirkstoff im Körper?
Nach der Einnahme wird Selegilin über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und im Körper metabolisiert. Dabei entstehen wirksame Metaboliten, die zur Gesamtwirkung beitragen können.
- Resorption: Aufnahme nach oraler Einnahme.
- Verteilung: Wirkstoff und Metaboliten erreichen das zentrale Nervensystem.
- Metabolismus: Umwandlung in der Leber (u. a. Bildung von Desmethyl-/Demetaboliten).
- Elimination: Ausscheidung vor allem über die Nieren bzw. mit dem Urin (je nach Metabolit).
Die klinische Relevanz dieser Eigenschaften liegt insbesondere darin, dass Wechselwirkungen über Leberstoffwechselwege möglich sind und dass es auf regelmäßige Einnahme und Einnahmezeitpunkt ankommt.
Typische Anwendung: Indikationen
1) Parkinson-Erkrankung
Eldepryl® kann bei Parkinson eingesetzt werden, häufig zur Verbesserung der motorischen Symptome. In der Praxis wird es entweder allein oder – je nach Krankheitsstadium und Therapieplan – in Kombination mit anderen Parkinsonmitteln (z. B. L‑Dopa) verwendet.
2) Depressive Erkrankungen (in bestimmten Situationen)
In einzelnen therapeutischen Strategien kann Selegilin auch im Zusammenhang mit depressiven Erkrankungen eingesetzt werden. Welche konkrete Rolle es spielt, hängt von der Diagnose, dem Gesamtbehandlungsplan und den jeweils aktuellen Empfehlungen ab.
Wichtig: Wenn Sie Eldepryl® wegen Parkinson oder wegen einer psychischen Erkrankung erhalten, kann der genaue Zweck Ihrer Therapie variieren. Besprechen Sie die Zielsetzung (Wirkung/Zeithorizont) und die geplante Therapiedauer mit Ihrem Behandlungsteam.
Dosis und Einnahme: So wird Eldepryl® üblicherweise angewendet
Die genaue Dosierung richtet sich nach Ihrer individuellen Situation (Diagnose, Begleitmedikation, Verträglichkeit, Alter, Leber-/Nierenfunktion). Bitte orientieren Sie sich an der Packungsbeilage und der ärztlichen Anweisung.
Allgemein übliche Vorgehensweisen (zur Orientierung)
- Typisch: Einnahme morgens oder vormittags. Hintergrund: Selegilin kann bei manchen Personen aktivierend wirken und zu Schlafstörungen führen.
- Start und Anpassung: Häufig wird mit einer niedrigen Dosis begonnen und bei Bedarf angepasst – das erfolgt individuell.
- Einmal- oder Zweimalgabe: Je nach Präparat/Stärke kann die Tagesdosis als 1‑malige oder in Einzeldosen aufgeteilt werden. Prüfen Sie die konkrete Anweisung.
Timing: Wann wirkt es – und wann sollten Sie es einnehmen?
Bei vielen Wirkungen (z. B. Einfluss auf Bewegungsabläufe bei Parkinson) entwickelt sich ein Effekt im Verlauf von Tagen bis Wochen. Für viele Patientinnen und Patienten zeigt sich ein Trend früh, aber die Feinabstimmung braucht Zeit.
- Morgens einnehmen, wenn Sie zu Unruhe oder Einschlafproblemen neigen.
- Regelmäßig einnehmen: Tageszeit möglichst konstant halten.
- Vergessene Dosis: Wenn Sie eine Einnahme vergessen haben, nehmen Sie nicht doppelt nach. In der Regel wird die nächste Dosis zum üblichen Zeitpunkt eingenommen. Bei Unsicherheit fragen Sie in Ihrer Apotheke nach.
Lebensmittel und Ernährung: Food Interactions
Bei MAO-Hemmern ist die Ernährung in manchen Situationen relevant. Selegilin ist zwar selektiv auf MAO‑B ausgelegt, dennoch kann es – je nach Dosis, Empfindlichkeit und individueller Situation – zu Wechselwirkungen mit tyraminreichen Lebensmitteln kommen.
Praktische Orientierung
- Vorsicht bei sehr tyraminreichen Lebensmitteln: z. B. stark gereifte Käse, bestimmte fermentierte/gelagerte Speisen, abgestimmte Soßen oder Produkte mit langer Reifezeit.
- Alte/verdorbene Speisen vermeiden: Besonders wichtig, wenn Sie zu erhöhtem Blutdruck neigen oder wenn Sie mehrere Wirkstoffe kombinieren.
- Neues ausprobieren? Wenn Sie neue Lebensmittel testen möchten, tun Sie dies in Rücksprache mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke – vor allem, wenn Sie bereits Reaktionen auf Ernährung hatten.
Wichtig: Die Notwendigkeit spezieller Diätmaßnahmen hängt von der konkreten Dosis und der Gesamtherapie ab. Lassen Sie sich individuell beraten.
Alkohol: Verträglichkeit und Risiken
Alkohol kann die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen und Nebenwirkungen verstärken (z. B. Schwindel, Benommenheit, Blutdruckschwankungen, Magenbeschwerden). Unter Selegilin wird daher empfohlen, Alkohol zu vermeiden oder deutlich zu reduzieren.
- Warnzeichen: starke Benommenheit, ungewöhnliche Unruhe, Kopfschmerzen, Herzrasen oder plötzlich auftretende Blutdruckbeschwerden → medizinisch abklären lassen.
- Langsame Gewöhnung ist keine Sicherheit: Selbst „kleine“ Mengen können je nach Person und Begleitmedikation relevant sein.
Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten
Wechselwirkungen sind ein zentrales Thema bei Selegilin. Besonders relevant sind Substanzen, die das Serotonin-System beeinflussen oder die MAO-Achse weiter verändern. Da die konkrete Gefahr von Dosierung und Kombination abhängt, gilt: Informieren Sie Ihre Ärztin/Ihren Arzt und Apotheke vollständig über alle Medikamente, auch rezeptfreie Präparate und pflanzliche Produkte.
Häufig besonders bedeutsame Kategorien (Beispiele)
- Antidepressiva: Bestimmte Kombinationen können zu einem erhöhten Risiko für das Serotonin-Syndrom oder schwere Nebenwirkungen führen.
- Andere MAO-Hemmer: Kombinationen sind in der Regel kritisch und müssen strikt abgestimmt werden.
- Opioide/Schmerzmittel: Bei einigen Wirkstoffen (z. B. Tramadol) kann das Risiko für unerwünschte Effekte steigen.
- Hustenmittel/Sympathomimetika: Substanzen, die das zentrale Nervensystem oder den Kreislauf beeinflussen, können Wechselwirkungen begünstigen.
- Stimmungs- und Schlafmittel: Sedierende oder aktivierende Präparate können die Wirkung von Selegilin verstärken oder Nebenwirkungen erhöhen.
- Leberstoffwechsel-beeinflussende Medikamente: Medikamente, die Enzyme beeinflussen, können Selegilin-Spiegel verändern.
Praktischer Tipp: Wenn Sie ein neues Medikament beginnen (oder absetzen), halten Sie Rücksprache: Häufig ist es notwendig, Abstände zwischen Therapien einzuhalten.
Warnzeichen für ernsthafte Nebenwirkungen
Bitte suchen Sie sofort ärztliche Hilfe, wenn nach Beginn oder Dosisänderung von Eldepryl® Symptome wie starke Unruhe, Verwirrtheit, Fieber, Schwitzen, Muskelzucken, rasender Puls, starker Blutdruckanstieg oder starke Kopfschmerzen auftreten. Diese können auf seltene, aber ernste Wechselwirkungsreaktionen hindeuten.
Sicherheitsprofil: Nebenwirkungen und worauf Sie achten sollten
Wie alle Arzneimittel kann auch Eldepryl® Nebenwirkungen verursachen. Nicht jede Person bekommt alles. Häufigkeit und Ausprägung hängen von der Dosis, Begleitmedikation und individuellen Faktoren ab.
Häufige bzw. typische Nebenwirkungen
- Schlafstörungen (z. B. Einschlafprobleme), Unruhe
- Schwindel, Kopfschmerzen
- Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Übelkeit)
- Herzklopfen oder Kreislaufreaktionen (je nach Person)
Seltenere, aber wichtige Risiken
- Starke Blutdruckschwankungen (insbesondere bei ungünstigen Kombinationen oder tyraminreichen Speisen)
- Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (z. B. Ausschlag, Atembeschwerden) – dann sofort handeln
- Neurologische/vegetative Krisen im Kontext bestimmter Wechselwirkungen (z. B. Serotonin-Syndrom)
Wann sollten Sie sich umgehend an Hilfe wenden?
- Bewusstseinsstörungen, starke Verwirrtheit oder schwere Benommenheit
- Sehr hohes Fieber, ausgeprägte Unruhe und Muskelzucken
- Atemnot, Schwellungen im Gesicht oder Quaddeln am ganzen Körper
- Starke Brustschmerzen oder anhaltend unregelmäßiger Herzschlag
Praktische Anwendungstipps für den Alltag
- Wählen Sie den passenden Zeitpunkt: Wenn Sie abends schlechter schlafen, nehmen Sie Eldepryl® morgens/ vormittags – sofern Ihre Anweisung dies erlaubt.
- Konstant bleiben: Versuchen Sie, die Einnahmezeit im Alltag möglichst ähnlich zu halten.
- Liste führen: Notieren Sie alle Medikamente (inkl. rezeptfrei, Vitamine, pflanzliche Präparate). Das erleichtert sichere Entscheidungen bei Neuverschreibungen.
- Blutdruck im Blick: Wenn Sie zu Blutdruckproblemen neigen, kann es sinnvoll sein, Blutdruck und Beschwerden zu beobachten (in Absprache).
- Lebensmittel-Regelmäßigkeit: Vermeiden Sie extreme Ausreißer (sehr tyraminreiche oder schwer verdauliche Speisen), wenn Sie bereits Erfahrungen mit Reaktionen gemacht haben.
Alternative Optionen (je nach Indikation)
Welche Alternativen sinnvoll sind, hängt stark davon ab, ob Eldepryl® bei Parkinson, bei depressiven Erkrankungen oder in einer Kombinationsstrategie eingesetzt wird. Im Folgenden finden Sie Beispiele für Wirkstoffgruppen, die in der Versorgung häufig vorkommen, jedoch ersetzt dies keine individuelle ärztliche Entscheidung.
Bei Parkinson (Beispiele für Alternativen)
- Andere MAO‑B‑Hemmer (z. B. Rasagilin)
- COMT‑Hemmer (zur Verlängerung der L‑Dopa-Wirkung in Kombinationen)
- Dopaminagonisten
- L‑Dopa-haltige Therapien (je nach Krankheitsphase)
Bei depressiven Erkrankungen (Beispiele für Alternativen)
- SSRI/SNRI und andere Antidepressiva (je nach Profil und Verträglichkeit)
- Weitere medikamentöse Strategien und psychotherapeutische Ansätze
Sprechen Sie mit Ihrer behandelnden Stelle über Vor- und Nachteile (Wirkungseintritt, Nebenwirkungsprofil, Wechselwirkungen, Tagesform) – insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme mehrerer Medikamente.
Markt- und Rechtskontext in Österreich
In Österreich sind Arzneimittel in der Regel in das österreichische Versorgungssystem eingebunden und unterliegen gesetzlichen Vorgaben zur Zulassung, pharmakovigilanten Überwachung und Abgabe. Der genaue Status (z. B. Verfügbarkeit, packungsbezogene Angaben, Abgabeform) kann vom konkreten Produkt und der jeweiligen Packungsgröße abhängen.
Für Patientinnen und Patienten ist vor allem relevant: Genaue Packungsbeilage lesen, Wechselwirkungen beachten und Änderungen in der Medikation nur abgestimmt vornehmen.
Bei Online-Bestellungen gelten üblicherweise Regeln zur sicheren Lieferung, Identitäts- und Versandprozessen sowie zur Einhaltung der geltenden österreichischen Arzneimittelvorschriften.
Aktuelle Hinweise und Guidance (allgemein)
In der Praxis orientieren sich Behandlerinnen und Behandler an evidenzbasierten Leitlinien und aktuellen Sicherheitsinformationen. Für Selegilin sind dabei vor allem folgende Themen besonders bedeutsam:
- Konsequente Beachtung von Wechselwirkungen (insbesondere mit serotonergen Medikamenten und anderen Wirkstoffen, die ähnliche Stoffwechselwege oder Neurotransmittersysteme beeinflussen).
- Beobachtung auf Nebenwirkungen (z. B. Schlafstörungen, Kreislaufreaktionen, Unruhe).
- Individuelle Anpassung der Therapie (Dosis, Einnahmezeit, Kombinationen) entsprechend der Verträglichkeit.
- Patientenschulung zur sicheren Einnahme und zu Warnzeichen.
Wenn Sie wissen möchten, welche aktuellen Empfehlungen für Ihre Situation besonders relevant sind, fragen Sie gezielt bei Ihrer Apotheke nach. Wir können Ihnen auch helfen, die Wechselwirkungen Ihrer aktuellen Medikation zu prüfen.
Lieferung und Verfügbarkeit in Österreich
Die Verfügbarkeit eines bestimmten Arzneimittels kann je nach Packungsgröße, Herstellerproduktion und saisonalen Faktoren variieren. Im Onlinehandel ist der Bestellstatus häufig an die tagesaktuelle Logistik gekoppelt.
- Lieferzeiten: können je nach Lagerbestand schwanken.
- Teil-Lieferungen: sind in manchen Fällen möglich, wenn einzelne Packungen separat verfügbar sind.
- Qualität: Arzneimittel werden üblicherweise mit geeigneter Verpackung und gemäß den geltenden Vorgaben transportiert.
Für konkrete Angaben zu Preis, Lieferdauer und aktuellen Beständen sehen Sie bitte in unserem Shop nach oder kontaktieren Sie uns.
FAQ zu Eldepryl® (Selegilin)
Wie lange dauert es, bis Eldepryl® wirkt?
Bei vielen Patientinnen und Patienten kann sich ein Effekt im Verlauf von Tagen bis Wochen zeigen. Besonders bei komplexen Therapien (z. B. Kombinationen) kann die endgültige Stabilisierung etwas länger dauern. Wenn sich nach der vereinbarten Zeit keine Veränderung abzeichnet, sprechen Sie mit Ihrer behandelnden Stelle.
Warum sollte ich Eldepryl® morgens einnehmen?
Selegilin kann bei manchen Personen aktivierend wirken. Daher wird oft eine Einnahme am Morgen empfohlen, um Schlafstörungen zu reduzieren. Halten Sie sich an Ihre individuelle Dosierungsanweisung.
Kann ich Eldepryl® mit meinen anderen Medikamenten zusammennehmen?
Das lässt sich nur sicher beurteilen, wenn die gesamte Medikation bekannt ist. Einige Kombinationen sind kritisch, andere problemlos. Bitte informieren Sie Apotheke und Ärztin/Arzt vollständig über alle Wirkstoffe, auch rezeptfreie und pflanzliche Präparate.
Wie gehe ich mit einer vergessenen Dosis um?
Nehmen Sie in der Regel keine doppelte Dosis ein. Stattdessen wird meist die nächste Dosis zum üblichen Zeitpunkt genommen. Bei Unsicherheit fragen Sie in Ihrer Apotheke nach.
Gibt es eine spezielle Diät, die ich beachten muss?
Bei Selegilin kann – je nach Dosierung und individueller Situation – die Aufnahme tyraminreicher Lebensmittel relevant sein. Typisch ist Vorsicht bei sehr gereiften oder fermentierten Speisen. Am sichersten ist eine individuelle Beratung.
Darf ich Alkohol trinken?
Es wird empfohlen, Alkohol zu vermeiden oder stark zu reduzieren, da er Nebenwirkungen verstärken kann und je nach Situation zusätzliche Risiken bestehen können.
Welche Nebenwirkungen sind besonders ernst zu nehmen?
Suchen Sie sofort Hilfe, wenn z. B. starke Verwirrtheit, hohes Fieber, ausgeprägte Unruhe mit Muskelzucken, Atemprobleme oder schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auftreten. Bei weniger dramatischen Beschwerden (z. B. anhaltender Schlafmangel) sprechen Sie zeitnah mit Ihrer Apotheke oder Ärztin/Ihrem Arzt.
Gibt es Alternativen, falls ich es nicht vertrage?
Ja, je nach Indikation kommen unter Umständen andere Wirkstoffe oder Therapiestrategien infrage (z. B. andere MAO‑B‑Hemmer, dopaminerge Therapien oder antidepressiv wirksame Optionen). Entscheidend ist Ihre Diagnose und Ihr Gesamtschema an Medikamenten.
Wo finde ich die verbindlichen Informationen zur Anwendung?
Die Packungsbeilage enthält die verbindlichen Angaben (Dosierung, Warnhinweise, genaue Nebenwirkungsauflistung). Zusätzlich kann Ihre Apotheke spezifisch erklären, wie die Einnahme für Ihre Situation gemeint ist.
Zusammenfassung in leichter Sprache
- Eldepryl® (Selegilin) hemmt selektiv MAO‑B und kann so die Wirkung von Dopamin im Gehirn unterstützen.
- Es wird vor allem bei Parkinson eingesetzt, in bestimmten Konstellationen auch bei depressiven Erkrankungen.
- Oft wird die Einnahme morgens empfohlen, weil es bei manchen Menschen wachmachend wirken kann.
- Achten Sie besonders auf Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und auf mögliche ernährungsbezogene Aspekte.
- Alkohol sollte möglichst vermieden werden.
- Bei Warnzeichen (z. B. schwere Unruhe, Fieber, Atemnot) ist sofortige ärztliche Abklärung wichtig.

