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Levothyroxine

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Levothyroxin wird verwendet zur Behandlung einer Unterfunktion der Schilddrüse. Der Wirkstoff ist eine Form des Schilddrüsenhormons, das der Körper normalerweise selbst bildet. Nehmen Sie das Arzneimittel regelmäßig ein, meist morgens auf nüchternen Magen, mit Wasser. Die Dosierung wird individuell angepasst und sollte nicht ohne ärztliche Rücksprache geändert werden. Häufige Kontrollen von Blutwerten helfen, die richtige Einstellung zu finden.
Levothyroxin – Informationen für Patientinnen und Patienten (Österreich)

Levothyroxin (Levothyroxine) – Patientfreundliche Informationen für Österreich

Levothyroxin ist ein synthetisch hergestelltes Schilddrüsenhormon, das dem natürlichen Hormon Thyroxin (T4) entspricht. Es wird verwendet, um eine Unterfunktion der Schilddrüse auszugleichen und den Hormonspiegel zu normalisieren. Die Wirkung stellt sich nicht über Nacht ein, sondern entwickelt sich typischerweise über Tage bis Wochen – abhängig von Ausgangslage und Dosierung.

1) Grundlegende Produktinformationen

Wirkstoff: Levothyroxin (T4)
Darreichungsformen: Tabletten (verschiedene Stärken; je nach Präparat)
Therapeutischer Zweck: Ersatz bzw. Substitution von Schilddrüsenhormonen bei Hypothyreose

In der Praxis ist die genaue Dosierung entscheidend, um Symptome zu verbessern und gleichzeitig Nebenwirkungen durch eine Über- bzw. Unterdosierung zu vermeiden. Die individuellen Zielwerte werden anhand von Blutwerten (v. a. TSH und fT4) überwacht.

2) Wie Levothyroxin wirkt (Wirkmechanismus)

Levothyroxin liefert dem Körper das Schilddrüsenhormon T4. In den Geweben wird T4 zu T3 umgewandelt, dem biologisch aktiven Hormon. T3 beeinflusst zahlreiche Prozesse, u. a.:

  • Stoffwechsel und Energieumsatz (Grundumsatz)
  • Herz-Kreislauf-Funktion (z. B. Herzfrequenz und Kontraktilität)
  • Wachstum und Entwicklung (besonders wichtig bei Kindern)
  • Temperaturregulation
  • Muskel- und Nervenfunktion
  • Risikofaktoren für Fettstoffwechsel (teilweise Verbesserung bei korrekter Einstellung)

Ziel der Behandlung ist eine normale Schilddrüsenfunktion, messbar durch Laborwerte und klinische Besserung.

3) Pharmakokinetik: Aufnahme, Umwandlung und Ausscheidung

Die Wirkung hängt wesentlich davon ab, wann Levothyroxin eingenommen wird und wie gut es im Darm aufgenommen wird. Die wichtigsten Punkte:

Aspekt Wichtige Informationen
Aufnahme (Resorption) Typischerweise im Dünndarm; stark beeinflusst durch Nahrung und bestimmte Arznei-/Nahrungsbestandteile.
Umwandlung T4 wird in vielen Geweben zu T3 metabolisiert; das Ausmaß beeinflusst die tatsächliche Hormonwirkung.
Verteilung Bindet an Transporteiweiße im Blut; dadurch relativ „puffernde“ Wirkung im Vergleich zu einigen anderen Hormonen.
Halbwertszeit Relativ lang (mehrere Tage), weshalb sich Änderungen der Dosierung verzögert bemerkbar machen.
Ausscheidung Metabolisiert und über verschiedene Wege ausgeschieden; Details hängen von Leber-/Nierenfunktion ab.

Praktisch bedeutet das: Wenn Sie Ihre Einnahme verändern (z. B. morgens statt abends, mit/ohne Essen oder nach Umstellung eines Präparats), kann es mehrere Wochen dauern, bis sich die Blutwerte vollständig angepasst haben.

4) Typische Anwendung & häufige Situationen

Levothyroxin wird vor allem eingesetzt bei:

  • Primärer Hypothyreose (z. B. Hashimoto-Thyreoiditis, nach Radiojodtherapie oder nach Operation)
  • Substitution nach Entfernung der Schilddrüse oder wenn die Schilddrüse nicht ausreichend produziert
  • TSH-Suppressionsbehandlung in bestimmten onkologischen Situationen (ärztlich festgelegt)
  • Entwicklungs- und Wachstumsstörungen bei Kindern mit Schilddrüsenunterfunktion

Wichtig: Je nach Diagnose und Risikoprofil kann die Zielsetzung unterschiedlich sein (z. B. vollständiger Ausgleich vs. gezielte TSH-Kontrolle). Daher sollte Levothyroxin stets individuell eingestellt werden.

5) Einnahme-Timing: So nehmen Sie Levothyroxin richtig ein

Die Einnahme zum richtigen Zeitpunkt ist einer der wichtigsten Faktoren für eine stabile Wirkung. Häufige Empfehlung (gilt als bewährter Standard):

  1. Morgens nüchtern mit einem Glas Wasser: Tablette(n) direkt nach dem Aufstehen einnehmen.
  2. Warten Sie mindestens 30 Minuten bis zum Frühstück. In der Praxis kann je nach Präparat und individueller Situation auch länger empfohlen werden.
  3. Konstanz: Versuchen Sie, die Einnahme täglich ähnlich zu gestalten.

Wenn es morgens nicht gut klappt, kann in Einzelfällen eine Einnahme am Abend sinnvoll sein – typischerweise mindestens 3–4 Stunden nach der letzten Mahlzeit. Besprechen Sie die geeignete Strategie, wenn Sie häufig Nahrungssituationen haben, die den Standard stören.

Überspringen & Wiederholen: Wenn eine Dosis vergessen wurde, wird häufig empfohlen, sie einzunehmen, sobald es bemerkt wird, sofern es nicht unmittelbar vor der nächsten Dosis ist. Halten Sie sich am besten an die Hinweise des Beipacktexts und an Ihre behandelnde Stelle. Dosis-Dopplungen ohne Rücksprache vermeiden.

6) Nahrungs- und Lebensmittelinteraktionen: Was Sie beachten sollten

Bestimmte Lebensmittel und Getränke können die Aufnahme von Levothyroxin deutlich vermindern. Achten Sie besonders auf den zeitlichen Abstand zu folgenden Substanzen:

  • Kaffee (insbesondere direkt nach der Einnahme): kann die Aufnahme reduzieren.
  • Ballaststoffreiche Nahrung und bestimmte Ernährungsformen: können die Resorption beeinflussen.
  • Sojaprodukte: können die Umwandlung/Verfügbarkeit beeinflussen; bei regelmäßiger Soja-Zufuhr kann eine Dosisanpassung nötig werden.
  • Sehr fettreiche Mahlzeiten: können die Aufnahme verzögern/vermindern.
  • Calcium- oder Eisen-reiche Produkte: siehe auch Wechselwirkungen mit Arzneimitteln.
  • „Fiber“-Supplemente (z. B. Flohsamenschalen): Abstand einhalten.

Praktischer Tipp: Halten Sie die Einnahme möglichst als feste Routine ein (z. B. nüchtern, mit Wasser, kein Kaffee direkt danach). Wenn Sie Ihre Ernährung oder Ihren Tagesablauf stark verändern, informieren Sie Ihre behandelnde Stelle – die Blutwerte können sich dadurch verschieben.

7) Alkohol- und Arzneimittelinteraktionen

7.1 Alkohol

In moderaten Mengen ist Alkohol bei stabil eingestellter Schilddrüsenmedikation meist nicht das Hauptproblem. Trotzdem gilt: Alkohol kann den Allgemeinzustand beeinflussen, den Schlaf stören und Blutdruck bzw. Herzfrequenz verändern – Faktoren, die bei einer empfindlichen Einstellung der Schilddrüsenwerte indirekt relevant sein können.

  • Wenn Sie Über- oder Unterfunktionssymptome merken (z. B. Herzklopfen, Zittern, starke Müdigkeit): Alkohol kann Symptome verstärken.
  • Prüfen Sie Begleitmedikationen (z. B. Beruhigungsmittel, Schlafmittel), da Kombinationen abhängig von der Person unerwünscht sein können.

Wenn Sie regelmäßig Alkohol trinken oder Lebererkrankungen haben, fragen Sie gezielt nach, ob eine engmaschigere Kontrolle sinnvoll ist.

7.2 Wichtige Arzneimittel-Wechselwirkungen

Einige Wirkstoffe können die Aufnahme, Umwandlung oder den Hormonhaushalt beeinflussen. Häufige Beispiele (nicht vollständig):

  • Eisenpräparate und Calciumpräparate (z. B. bei Eisenmangel oder Osteoporose): typischerweise zeitversetzt einnehmen.
  • Magnesium-haltige Mittel (z. B. bestimmte Antazida): Abstand einhalten.
  • Mittel gegen Magensäure (z. B. Protonenpumpenhemmer): können die Aufnahme verändern.
  • Cholesterinsenker (z. B. Gallensäurebinder): können die Resorption reduzieren.
  • Antiepileptika oder andere Wirkstoffe, die den Stoffwechsel beeinflussen: können eine Anpassung der Dosis erfordern.
  • Amiodaron oder jodhaltige Medikamente: können die Schilddrüsenfunktion beeinflussen.
  • Antikoagulanzien (z. B. bestimmte Blutverdünner): bei Änderung der Schilddrüsenlage kann sich die Wirkung/der Bedarf an Kontrollen verändern.
  • Orale Kontrazeptiva und Östrogentherapie: können Transportproteine beeinflussen; Dosisanpassungen sind möglich.

Merksatz: Wenn Sie neue Medikamente beginnen, absetzen oder die Einnahmezeit verändern, besprechen Sie das. Oft ist ein Zeitabstand von 4 Stunden bei Eisen/Calcium/ähnlichen Mitteln sinnvoll – im Zweifel gemäß Beipacktext oder ärztlicher Empfehlung.

8) Indikationen: Wann Levothyroxin eingesetzt wird

In der medizinischen Praxis wird Levothyroxin eingesetzt bei:

  • Hypothyreose (inkl. nach operativer oder therapeutischer Ausschaltung der Schilddrüse)
  • Ausgleich bei Schilddrüsenunterfunktion aufgrund von Autoimmunerkrankungen (z. B. Hashimoto)
  • TSH-Kontrolle in bestimmten Fällen unter onkologischen Therapiekonzepten (die Zielwerte und Ziel-Hormonersatzstrategie werden individuell festgelegt)
  • Substitution im Kindesalter bei bestätigter Unterfunktion

Die exakte Begründung hängt von Diagnose, Laborwerten und Verlauf ab. Deshalb sollten Kontrollen (z. B. nach Dosisänderung) geplant werden.

9) Dosierung: Grundprinzipien und typische Vorgehensweise

Levothyroxin wird in individuellen Stärken verordnet. Die richtige Dosierung richtet sich u. a. nach:

  • TSH- und fT4-Werten
  • Alter und allgemeinem Gesundheitszustand
  • Gewicht (als grober Richtwert)
  • Vorerkrankungen (z. B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen)
  • Ursache der Hypothyreose und Schweregrad
  • Begleitmedikationen und Wechselwirkungen

9.1 Häufige Dosierungsstrategie

Häufig wird mit einer niedrigeren Dosis begonnen (insbesondere bei älteren Menschen oder bei Herzproblemen) und anschließend schrittweise angepasst. Bei jüngeren Patientinnen/Patienten kann die Umstellung schneller erfolgen – dennoch werden Kontrollen empfohlen.

9.2 Kontrollen nach Dosisanpassung

Da Levothyroxin eine relativ lange Wirklatenz hat, werden Blutwerte meist nach einigen Wochen erneut überprüft. Üblicherweise stehen dann TSH und fT4 im Fokus.

9.3 Umstellung eines Präparats

Auch wenn die Wirkstoffe gleich sind, können sich Präparate in Hilfsstoffen und Freisetzungseigenschaften unterscheiden. Deshalb ist es sinnvoll, bei Umstellungen eine gewisse Stabilität herzustellen und bei Bedarf engmaschiger Laborwerte zu prüfen.

Wichtig: Die folgende Beschreibung ist eine Orientierung. Die individuelle Dosierung sollte stets anhand Ihrer Werte festgelegt werden.

10) Sicherheit & Sicherheitshinweise (Sicherheitsprofil)

Levothyroxin gilt bei korrekter Anwendung und passender Dosierung als gut verträglich. Wie bei jedem Hormonpräparat gilt jedoch: Zu hohe Dosen können eine Schilddrüsenüberfunktion begünstigen, zu niedrige Dosen führen dazu, dass Symptome einer Unterfunktion bestehen bleiben.

10.1 Mögliche Nebenwirkungen bei Überdosierung

  • Herzklopfen, schneller Puls (Tachykardie)
  • Unruhe, Zittern
  • Schlafstörungen
  • Hitzeintoleranz, vermehrtes Schwitzen
  • Durchfall oder Gewichtsverlust
  • Bei längerer Überdosierung: Risiko für Herzrhythmusstörungen und Folgen für den Knochenstoffwechsel

10.2 Mögliche Beschwerden bei Unterdosierung

  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit
  • Gewichtszunahme trotz unveränderter Ernährung
  • Kälteempfindlichkeit
  • trockene Haut, Haarausfall
  • Verstopfung
  • Depressive Verstimmung oder Konzentrationsprobleme

10.3 Besondere Aufmerksamkeit bei bestimmten Gruppen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Dosierung und Kontrolle besonders sorgfältig gestalten.
  • Ältere Personen: Start oft niedriger und langsamer anpassen.
  • Schwangerschaft: siehe Abschnitt unten (wichtig für den klinischen Verlauf).
  • Kinder: engmaschige Kontrolle für Wachstum und Entwicklung.

Wann ärztliche Hilfe sinnvoll ist: Bei starken Herzbeschwerden, anhaltender starker Unruhe, ungewöhnlichem Gewichtsverlust, massiver Verschlechterung des Allgemeinzustands oder ungeklärten Symptomen sollte zeitnah Rücksprache gehalten werden.

11) Praktische Tipps für den Alltag

  • Feste Routine: Tablette jeden Tag zur gleichen Zeit einnehmen (morgens nüchtern oder abends nach ausreichendem Abstand).
  • Mit Wasser statt „Begleitgetränken“: Verwenden Sie ein Glas Wasser. Kaffee, Milch und Säfte direkt danach vermeiden.
  • Abstand zu Mineralstoffen: Eisen- und Calciumpräparate zeitversetzt einnehmen (typisch mehrere Stunden Abstand).
  • Nicht „auf Vorrat“ verändern: Nicht eigenmächtig die Dosis erhöhen oder halbieren, wenn die Einstellung stabil ist.
  • Beipacktext beachten: Je nach Präparat können Hinweise zur Teilbarkeit oder Einnahme abweichen.
  • Wechsel dokumentieren: Notieren Sie neue Medikamente, Präparatewechsel oder besondere Ernährungsänderungen.
  • Regelmäßige Laborkontrollen: Besonders nach Dosisänderungen oder Umstellungen der Einnahmegewohnheiten.

Wer Schwierigkeiten hat, die Einnahme nüchtern einzuhalten, kann gemeinsam mit der behandelnden Stelle eine praktikable Einnahmestrategie festlegen.

12) Schwangerschaft, Stillzeit und Kinderwunsch

In der Schwangerschaft ist eine passende Schilddrüsenhormonversorgung besonders wichtig für die mütterliche Gesundheit und die kindliche Entwicklung. Wenn Levothyroxin bereits eingenommen wird, sollte es in der Regel nicht eigenständig abgesetzt werden. Häufig werden Dosis und Kontrollen im Verlauf angepasst, da sich der Hormonbedarf verändern kann.

  • Frühe Rücksprache bei Schwangerschaftsplanung oder positivem Schwangerschaftstest.
  • Laborwerte eng kontrollieren (TSH und fT4 nach ärztlicher Empfehlung).
  • Einnahmeroutine beibehalten, um verlässliche Resorption sicherzustellen.

Stillzeit: Levothyroxin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über, gilt aber bei sachgerechter Dosierung im Allgemeinen als vereinbar. Entscheidend ist die korrekte Einstellung über Blutwerte.

13) Alternative Optionen (ohne Levothyroxin)

Bei Schilddrüsenunterfunktion gibt es grundsätzlich Alternativen. Welche Option sinnvoll ist, hängt von Diagnose, Ursache, Verträglichkeit und Laborverlauf ab. Mögliche Alternativen (je nach Land, Indikation und individueller Situation) sind:

  • Andere T4-Präparate (verschiedene Firmen/Stärken) – bei gleicher Wirkstoffbasis kann eine Umstellung möglich sein, aber kontrollbedürftig.
  • Kombinationspräparate aus T4 und T3 – werden in speziellen Fällen erwogen, wobei die Einstellung komplexer sein kann.
  • Behandlung der Ursache (z. B. Monitoring bei Hashimoto, Therapieentscheidungen bei strukturellen Ursachen) – ersetzt jedoch nicht immer die Notwendigkeit eines Hormonersatzes.

Wenn Sie über Alternativen nachdenken, lassen Sie sich anhand Ihrer Werte und Symptome beraten. Die beste Option ist diejenige, die zuverlässig zu stabilen Laborwerten und guter Verträglichkeit führt.

14) Österreich: Markt- und rechtlicher Kontext (allgemeine Einordnung)

In Österreich sind Arzneimittel wie Levothyroxin in der Regel zugelassen und unterliegen den üblichen pharmazeutischen und regulatorischen Anforderungen. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das:

  • Es existieren zugelassene Präparate mit definierten Wirkstärken und Anwendungshinweisen.
  • Die Versorgung erfolgt über Apotheken sowie (je nach Modell) über Online-Kanäle, die den gesetzlichen Rahmen einhalten.
  • Bei Umstellungen (z. B. anderes Präparat mit gleicher Wirkstoffbezeichnung) kann es sinnvoll sein, die Blutwerte nach einer gewissen Zeit zu kontrollieren.

Für die individuelle Sicherheit ist es wichtig, dass Sie mit den gleichen grundlegenden Eckpfeilern der Therapie vertraut sind: konstante Einnahme, passende Dosis und regelmäßige Laborkontrollen.

Hinweis: Diese Informationen dienen der Orientierung und ersetzen nicht die ärztliche oder pharmazeutische Beratung.

15) „Recent Guidance“: Wichtige, aktuelle Praxisprinzipien

In den letzten Jahren haben sich in Leitlinien und Fachinformationen insbesondere folgende Prinzipien als zentral erwiesen:

  • Verlässliche, gleichbleibende Einnahme (Zeitpunkt, Abstand zu Mahlzeiten, Kaffee und mineralstoffhaltigen Präparaten).
  • Laborbasierte Anpassung: TSH als entscheidender Parameter (unter Berücksichtigung von fT4), besonders nach Dosisänderungen.
  • Präparatstreue: Wenn möglich beim gleichen Präparat bleiben; bei Wechsel engmaschige Kontrolle in Erwägung ziehen.
  • Komplexe Situationen besonders beachten (z. B. Schwangerschaft, relevante Komorbiditäten, relevante gastrointestinale Erkrankungen).
  • Auf Wechselwirkungen achten: Eisen/Calcium, bestimmte Magensäuremedikamente, Soja und andere Faktoren können eine Rolle spielen.

Der praktische Nutzen dieser Punkte ist hoch: Sie unterstützen eine stabile Hormonlage und reduzieren das Risiko von Schwankungen in den Blutwerten.

16) Lieferung und Verfügbarkeit in Österreich

Die Verfügbarkeit von Levothyroxin kann je nach Stärke und Präparat variieren. In einem Online-Arzneimitteldienst hängt die Lieferzeit typischerweise ab von:

  • Bestellumfang und Verfügbarkeit im Lager
  • Stärke des Präparats (unterschiedliche Packungsgrößen)
  • Bearbeitungs- und Versandfenster

Für eine verlässliche Planung empfehlen wir:

  • Bestellen Sie rechtzeitig vor dem Ende Ihrer aktuellen Packung.
  • Prüfen Sie, ob das gewünschte Präparat in der benötigten Wirkstärke verfügbar ist.
  • Bei häufigen Dosisanpassungen (z. B. in Schwangerschaft) behalten Sie den Bedarf im Blick.

Hinweis: Die genaue Lieferzeit kann sich je nach Anbieter und aktueller Versorgungslage ändern. Die Angaben finden Sie im Shop beim jeweiligen Produkt.

17) FAQ – Häufige Fragen zu Levothyroxin

Wie schnell wirkt Levothyroxin?

Viele spüren erste Verbesserungen innerhalb von einigen Tagen bis Wochen, die Laborwerte und die vollständige klinische Stabilisierung dauern jedoch oft mehrere Wochen. Nach einer Dosisänderung werden die Kontrollen meist erst nach ausreichender Zeit geplant.

Kann ich Levothyroxin mit Kaffee einnehmen?

Idealerweise nehmen Sie Levothyroxin mit Wasser ein und trinken Kaffee erst nach dem empfohlenen Abstand. Kaffee direkt im Anschluss kann die Aufnahme beeinflussen. Eine gleichbleibende Routine hilft.

Was passiert, wenn ich eine Dosis vergesse?

Meist wird empfohlen, die Einnahme nachzuholen, sobald Sie es merken – sofern nicht kurz darauf die nächste Dosis fällig ist. Bei Unsicherheit orientieren Sie sich am Beipacktext oder fragen Sie in der Apotheke nach.

Ich nehme Eisen- oder Calciumpräparate – wie soll ich das timen?

Achten Sie auf einen zeitlichen Abstand zwischen Levothyroxin und Mineralstoffpräparaten (typisch mehrere Stunden). Da konkrete Empfehlungen je nach Präparat variieren können, halten Sie sich an die Hinweise aus dem Beipacktext oder besprechen Sie die Abfolge mit Ihrer Apotheke/ärztlichen Stelle.

Ist Levothyroxin nur bei Hashimoto nötig?

Nein. Levothyroxin wird bei verschiedenen Ursachen einer Schilddrüsenunterfunktion verwendet, z. B. nach operativer Entfernung, nach Radiojodtherapie oder bei anderen Formen der Hypothyreose.

Darf ich Levothyroxin in der Schwangerschaft weiter einnehmen?

In der Regel ja und oft sogar besonders wichtig. Häufig verändert sich der Hormonbedarf, sodass eine Anpassung anhand von Blutwerten erforderlich sein kann. Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer behandelnden Stelle.

Kann ich die Tablette teilen?

Das hängt vom Präparat und dessen Bruchrille/Teilbarkeit ab. Prüfen Sie die Angaben im Beipacktext. Teilen Sie nicht nach „Vermutung“.

Woran erkenne ich, dass die Dosis zu hoch oder zu niedrig ist?

Hinweise auf Überdosierung sind z. B. Herzklopfen, Unruhe, Zittern oder Durchfall. Hinweise auf Unterdosierung sind z. B. ausgeprägte Müdigkeit, Kälteempfindlichkeit, Verstopfung. Eine sichere Beurteilung erfolgt durch Blutwerte (TSH, fT4) und ärztliche Bewertung.

Gibt es Unterschiede zwischen Markenpräparaten?

Levothyroxin-Präparate enthalten zwar denselben Wirkstoff, können sich aber in Hilfsstoffen und Freisetzungseigenschaften unterscheiden. Bei Wechsel ist daher ggf. eine Kontrolle sinnvoll, um die Stabilität der Werte zu sichern.

Wie lange muss ich Levothyroxin einnehmen?

Häufig handelt es sich um eine langfristige oder lebensbegleitende Substitution, z. B. bei dauerhafter Hypothyreose nach Therapie oder bei chronischen Ursachen. In bestimmten Situationen kann eine reevaluierte Behandlung möglich sein – das entscheidet die behandelnde Stelle.

18) Zusammenfassung: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Levothyroxin ersetzt das Schilddrüsenhormon T4 und unterstützt eine normale Stoffwechselfunktion.
  • Die Aufnahme wird stark von Einnahmezeitpunkt und Nahrung beeinflusst.
  • Für eine stabile Wirkung: nüchtern mit Wasser und konsequenter Abstand zu Frühstück/Kaffee.
  • Wechselwirkungen sind häufig relevant (z. B. Eisen, Calcium, bestimmte Säurehemmer).
  • Nach Dosisanpassungen braucht der Körper Zeit; Laborwerte werden meist nach einigen Wochen kontrolliert.
  • Bei Symptomen, die auf Über- oder Unterdosierung hindeuten, sollte rasch Rücksprache gehalten werden.

Wenn Sie Fragen zur Einnahme, zu Präparatunterschieden oder zu möglichen Wechselwirkungen haben, können Sie sich gerne an Ihre Apotheke wenden. Gerade in Österreich, mit seinen vielfältigen Alltagssituationen (Ernährung, Schichtarbeit, Begleitmedikation), lohnt sich eine individuelle Abstimmung, um die Therapie bestmöglich zu unterstützen.

Zusätzliche Informationen

Dosierung: No selection

25mcg, 50mcg, 75mcg, 100mcg, 125mcg, 200mcg

Packung: No selection

100 pill, 200 pill, 300 pill, 400 pill