Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl estradiol) – Patienteninformation für Österreich
Alesse ist ein Kombinationspräparat zur hormonellen Empfängnisverhütung. Es enthält den Gestagenwirkstoff Levonorgestrel und das Östrogen Ethinyl estradiol. In diesem Text finden Sie verständliche Informationen zu Wirkung, Anwendung, möglichen Nebenwirkungen und praktischen Tipps – speziell mit Blick auf den Alltag in Österreich.
1) Grundlegende Produktinformationen
Wirkstoffe: Levonorgestrel + Ethinyl estradiol
Darreichungsform: Filmtabletten
Typ: Kombinierte orale Kontrazeption („Kombinationspille“)
Packungsgröße (typisch): 21 Tabletten Wirkstoff + 7 Tage Pause bzw. Wirkstofffreie Tage je nach Packungsdesign
Hinweis: Konkrete Angaben zur Anzahl der Tabletten und zum Schema können je nach österreichischer Packung variieren. Bitte prüfen Sie die Angaben in der Packungsbeilage.
2) Wie Alesse wirkt (Wirkmechanismus)
Alesse verhindert eine Schwangerschaft auf mehreren Ebenen:
- Hemmung des Eisprungs: Durch die Kombination aus Gestagen und Östrogen wird der hormonelle Regelkreis in der Hirnanhangdrüse und den Eierstöcken so beeinflusst, dass meist kein Eisprung stattfindet.
- Verdickung des Zervixschleims: Der Schleim am Muttermund wird zäher. Dadurch wird das Eindringen von Spermien erschwert.
- Veränderung der Gebärmutterschleimhaut: Das Milieu in der Gebärmutter wird weniger geeignet für die Einnistung.
Durch diese Mechanismen ist die Empfängnisverhütung bei korrekter Einnahme sehr zuverlässig. Dennoch gilt: Eine vollständige Sicherheit gibt es nie; bei Einnahmefehlern oder bestimmten Wechselwirkungen kann das Risiko für eine Schwangerschaft steigen.
3) Pharmakokinetik – was der Körper mit den Wirkstoffen macht
Die folgenden Punkte sind als allgemeine Orientierung zu verstehen:
| Aspekt | Levonorgestrel (Gestagen) | Ethinyl estradiol (Östrogen) |
|---|---|---|
| Aufnahme | Wird nach oraler Einnahme rasch resorbiert. | Wird ebenfalls nach oraler Einnahme resorbiert. |
| Verteilung | Bindet an Transportproteine im Blut. | Bindet ebenfalls an Transportproteine. |
| Metabolismus | Wird in der Leber verstoffwechselt (u. a. über CYP-Enzyme). | Wird in der Leber verstoffwechselt und erfährt einen enterohepatischen Kreislauf. |
| Ausscheidung | Überwiegend über Stoffwechselprodukte ausgeschieden. | Überwiegend als Metabolite ausgeschieden. |
Wichtig im Alltag: Bestimmte Medikamente (z. B. einige gegen Epilepsie oder Tuberkulose) sowie bestimmte pflanzliche Präparate können die Wirkspiegel senken. Dann ist zusätzliche Verhütung erforderlich.
4) Typische Anwendung und wann Alesse „wirksam“ ist
Alesse wird üblicherweise als 21-Tage-Einnahme mit anschließender Pause (meist 7 Tage ohne Wirkstoff bzw. entsprechend dem Packungsschema) eingenommen.
Wirkbeginn – grobe Orientierung
- Wenn Sie am 1. Tag der Menstruation beginnen: Die Verhütung ist meist sofort gegeben.
- Wenn Sie später im Zyklus beginnen: In den ersten Tagen kann zusätzlich verhütet werden müssen (je nach Einnahmestart und Packungsschema). Üblicherweise gilt ein mehrtägiger Aufbau. Prüfen Sie die Packungsbeilage oder lassen Sie sich beraten.
Falls Sie unsicher sind, ob Sie bei Ihrem Start geschützt sind, ist es sinnvoll, in den ersten Tagen zusätzlich zu verhüten (z. B. mit Kondom) und bei Einnahmefehlern die entsprechenden Empfehlungen zu beachten.
5) Einnahme-Timing: So nehmen Sie Alesse richtig
Für eine gute Wirksamkeit ist eine regelmäßige Einnahme entscheidend. Alesse wird meist täglich zur gleichen Uhrzeit eingenommen. So reduzieren Sie das Risiko, Tabletten zu vergessen.
- Einnahmezeit festlegen: Wählen Sie eine Uhrzeit, die Sie zuverlässig einhalten können (z. B. morgens nach dem Zähneputzen).
- Wenn möglich: nicht „nach Gefühl“ variieren: Konstante Spiegel unterstützen die Verlässlichkeit.
- Bei Erbrechen/Durchfall: kann die Aufnahme beeinträchtigt sein – dann gelten spezielle Regeln (siehe FAQ/Einnahmefehler).
6) Indikationen – wofür Alesse typischerweise eingesetzt wird
In der Praxis wird Alesse vor allem zur Empfängnisverhütung verwendet. Zusätzlich kann es je nach individueller Situation Vorteile bieten, z. B. durch eine regulierte Zyklusblutung.
Beachten Sie: Welche weiteren Anwendungsgebiete im österreichischen Kontext für dieses Präparat zugelassen sind, entnehmen Sie bitte der jeweiligen Packungsbeilage. Bei Beschwerden (z. B. starke Menstruationsschmerzen) sollten Sie die Eignung ärztlich abklären lassen.
7) Dosierung und Anwendungsschema
Übliche Dosierung: 1 Tablette täglich, vorzugsweise zur gleichen Uhrzeit.
Das klassische Schema einer Kombinationspille ist:
- Tag 1–21: täglich 1 Tablette
- Tag 22–28: Pause bzw. Tabletten-freie Tage (meist 7 Tage), je nach Packung
- Neuer Blister: am gleichen Wochentag wie beim letzten Start – auch wenn die Blutung noch nicht ganz beendet ist.
Wenn Sie ein anderes Einnahmeschema (z. B. wegen Packungsdesign oder Umstellung) haben, befolgen Sie bitte die Angaben in der Packungsbeilage.
8) Sicherheit & allgemeines Risikoprofil (Patientenfreundlich erklärt)
Wie bei allen kombinierten oralen Kontrazeptiva gibt es bestimmte Risiken, die vom individuellen Profil abhängen. Besonders wichtig sind Thrombosen (Blutgerinnsel) und – seltener – Gefäßereignisse.
Wer sollte besonders vorsichtig sein?
Zu den Risikofaktoren zählen unter anderem:
- Rauchen (besonders ab einem höheren Alter)
- Übergewicht
- Bluthochdruck
- Thrombosen in der Vorgeschichte (persönlich oder in der Familie)
- Bestimmte Gerinnungsstörungen
- Bestimmte Migräneformen (insbesondere mit Aura)
- Weniger Bewegung / längere Immobilisation (z. B. nach Operationen)
Wichtige Warnzeichen (sofort abklären lassen)
Suchen Sie umgehend medizinische Hilfe, wenn eines der folgenden Symptome auftritt:
- Plötzliche Atemnot, Brustschmerz oder Husten mit Blut (Verdacht auf Lungenembolie)
- Einseitige Schwellung oder Schmerzen im Bein (Verdacht auf tiefe Venenthrombose)
- Plötzliche Lähmungen, Sprach- oder Sehstörungen (Verdacht auf neurologisches Ereignis)
- Starke, ungewöhnliche Kopfschmerzen, insbesondere wenn sie neu sind oder sich deutlich verschlechtern
Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Einschätzung. Wenn Sie unsicher sind, ob Alesse für Sie geeignet ist, besprechen Sie dies bitte vor Beginn oder bei Änderungen Ihres Gesundheitszustands.
Häufige bzw. mögliche Nebenwirkungen
Viele Nebenwirkungen sind vor allem in den ersten Monaten möglich und können mit der Zeit abnehmen.
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Brustspannen
- Durchbruchblutungen oder unregelmäßige Blutungen
- Stimmungsschwankungen
- Veränderungen des Libidoempfindens
- Vaginale Beschwerden (z. B. Ausflussveränderungen)
Seltene, aber relevante Risiken sollten im Rahmen der ärztlichen Aufklärung berücksichtigt werden. Lesen Sie dazu bitte die Packungsbeilage.
9) Praktische Tipps für eine sichere Anwendung
- Blister-Management: Planen Sie den Wechsel von Blister zu Blister ein. Nutzen Sie ggf. einen Kalender oder Erinnerungen am Handy.
- Vergessen vermeiden: Wenn Sie häufig Tabletten vergessen, kann eine feste Routine (z. B. „nach dem Frühstück“) helfen.
- Bei Krankheit: Bei starkem Erbrechen oder Durchfall kann die Aufnahme eingeschränkt sein. Halten Sie in der Packungsbeilage nach den „Einnahmefehlern“-Hinweisen Ausschau.
- Bei neuen Medikamenten: Fragen Sie in der Apotheke oder bei Ärztinnen/Ärzten nach Wechselwirkungen – besonders bei Antibiotika, Antiepileptika, Johanniskraut und bestimmten antiviralen Therapien.
- Regelmäßige Kontrollen: Bei wiederkehrenden Beschwerden (z. B. starke Kopfschmerzen) oder Risikofaktoren sollten Sie die Eignung erneut prüfen lassen.
10) Essen & Getränke: Gibt es Wechselwirkungen?
Im Allgemeinen gilt: Speisen beeinflussen die Wirksamkeit von Alesse üblicherweise nicht relevant. Das bedeutet, dass die Einnahme zu oder nach dem Essen meist problemlos möglich ist.
Allerdings kann es in besonderen Situationen eine Rolle spielen:
- Erbrechen kurz nach der Einnahme kann dazu führen, dass die Tablette nicht vollständig aufgenommen wurde.
- Starker Durchfall (z. B. Magen-Darm-Infekt) kann die Aufnahme ebenfalls beeinträchtigen.
Wenn Sie nach der Einnahme innerhalb kurzer Zeit erbrechen oder starke Magen-Darm-Symptome haben, orientieren Sie sich an den Angaben in der Packungsbeilage und verwenden Sie ggf. zusätzlich eine Verhütungsmethode.
11) Alkohol: Was ist zu beachten?
Alkohol steht nicht typischerweise im Ruf, die hormonelle Wirksamkeit direkt „chemisch“ aufzuheben. Dennoch gibt es praktische Aspekte:
- Bei starkem Alkoholkonsum steigt das Risiko, die Einnahme zu vergessen.
- Erbrechen nach Alkohol kann die Tablettenaufnahme beeinträchtigen.
- Zusätzliche Medikamente (z. B. Schmerzmittel, Beruhigungsmittel) können wiederum Wechselwirkungen verursachen.
Moderate Mengen sind bei korrekter Einnahme in der Regel kein Problem. Bei Unsicherheit (z. B. wenn Sie erbrechen mussten) gelten die Regeln für „Einnahmefehler“ – lesen Sie dazu bitte die Packungsbeilage.
12) Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln (wichtig!)
Bestimmte Wirkstoffe können die Effektivität von kombinierten oralen Kontrazeptiva senken, indem sie Enzyme in der Leber anregen oder den enterohepatischen Kreislauf beeinflussen. Dadurch kann es zu Durchbruchblutungen und in der Folge zu einem erhöhten Schwangerschaftsrisiko kommen.
Beispiele für relevante Wechselwirkungsgruppen
- Antiepileptika (manche Wirkstoffe)
- Rifampicin/Rifabutin (z. B. bei bestimmten Infektionen)
- Bestimmte HIV-/Hepatitis-Therapien
- Johanniskraut (Hypericum perforatum) – ein häufig verwendetes pflanzliches Präparat
- Manche Arzneimittel gegen Pilzinfektionen oder Tuberkulose (je nach Wirkstoff)
Auch neuere oder weniger bekannte Medikamente können relevant sein. Im Zweifel: Fragen Sie in der Apotheke oder informieren Sie die behandelnde Ärztin/den behandelnden Arzt über Ihre Verhütung.
Was tun bei Wechselwirkungen?
- Zusatzverhütung (z. B. Kondom) kann erforderlich sein.
- Manchmal muss die Zusatzverhütung noch einige Zeit nach Absetzen des wechselwirkenden Medikaments fortgeführt werden.
- Die genaue Dauer hängt vom Wirkstoff ab.
13) Einnahmefehler – kurze Orientierung für den Alltag
Ein verpassene Tablette oder eine späte Einnahme kann die Sicherheit vermindern. Da die Regeln je nach Zeitpunkt und Ursache (z. B. „nur eine Tablette vergessen“ vs. „mehrere“) variieren, lesen Sie bitte die entsprechenden Abschnitte in der Packungsbeilage.
Praktisch wichtig:
- Wenn Sie unsicher sind, wie Sie vorgehen sollen, nutzen Sie zusätzlich eine Verhütungsmethode.
- Wenn Sie Geschlechtsverkehr hatten und die Einnahme unsicher war, fragen Sie zeitnah in der Apotheke oder bei einer medizinischen Beratung nach.
14) Alternative Optionen
Je nach Lebenssituation, gesundheitlichem Profil und persönlichen Vorlieben können Alternativen sinnvoll sein. Beispiele:
- Andere kombinierte orale Kontrazeptiva (anderes Gestagen/Östrogen-Verhältnis)
- Minipille (Gestagen-only) – geeignet für bestimmte Situationen, wenn Östrogene weniger passend sind
- Hormonspirale oder Verhütungsimplantat
- Barrieremethoden (z. B. Kondom) – auch als zusätzliche Absicherung bei Unsicherheiten
- Kupferspirale (ohne Hormone)
Welche Alternative am besten passt, hängt u. a. von Ihrem Zyklus, Ihrer Verträglichkeit, eventuellen Risikofaktoren und Ihrem Wunsch nach Kinderplanung ab. Eine individuelle Beratung ist empfehlenswert.
15) Markt- und Rechtskontext in Österreich (kurzer Überblick)
In Österreich sind Arzneimittel in der Regel nach strengen Qualitäts- und Sicherheitsstandards zugelassen und unterliegen der Kontrolle durch zuständige Stellen. Für verschreibungspflichtige bzw. nicht verschreibungspflichtige Produkte gelten unterschiedliche Vorgaben.
Für Alesse gelten die allgemeinen Regeln rund um Arzneimittelkennzeichnung, Lagerung, Abgabe und Informationspflichten. Bitte achten Sie beim Kauf und bei der Anwendung auf die Angaben der jeweiligen Packungsbeilage sowie auf eine verlässliche Bezugsquelle (Apotheke/autorisiertes Online-Angebot).
Hinweis: Verfügbarkeiten können sich über Zeit ändern. Die aktuelle Lieferfähigkeit hängt u. a. von Produktions- und Logistikfaktoren ab.
16) „Aktuelle Hinweise“ und Orientierung für sichere Entscheidungen
Medizinische Empfehlungen können sich mit neuen Daten weiterentwickeln. Alesse sollte insbesondere dann erneut überprüft werden, wenn sich Folgendes verändert:
- Rauchen begonnen oder intensiver geworden
- Blutdruckprobleme neu aufgetreten
- neue oder deutlich veränderte Migräne
- neue Medikamente (vor allem potenzielle Wechselwirkungswirkstoffe)
- Planung von OPs oder längerer Immobilisation
Achten Sie außerdem auf Warnzeichen (Thrombose-/Gefäßsymptome). Im Zweifel gilt: lieber früh abklären lassen.
17) Lieferung und Verfügbarkeit (für den Online-Shop)
Online-Apotheken in Österreich bieten in der Regel:
- Geprüfte Lagerbestände bzw. Lieferoptionen je nach Verfügbarkeit
- Versand innerhalb von Österreich (und je nach Anbieter auch innerhalb der EU)
- Verpackung, die die Produktsicherheit und Unversehrtheit schützt
Lieferzeit: kann je nach Region und Produktverfügbarkeit variieren. Prüfen Sie im Bestellprozess die voraussichtliche Zustellung.
Verfügbarkeit: Falls Alesse nicht sofort verfügbar ist, kann es sein, dass eine Nachlieferung oder Alternative angeboten wird. Nutzen Sie bei Bedarf die Option „Lieferstatus“ oder lassen Sie sich im Shop beraten.
18) Lagerung – damit das Medikament wirksam bleibt
Bewahren Sie Alesse gemäß Packungsbeilage auf, meist bei Raumtemperatur und geschützt vor Feuchtigkeit. Achten Sie auf das Verfalldatum.
Halten Sie das Arzneimittel außerhalb der Reichweite von Kindern.
19) FAQ – Häufige Fragen zu Alesse
Wie schnell bin ich mit Alesse geschützt?
Oft ist der Schutz sofort, wenn Sie am 1. Tag der Menstruation beginnen. Beginnen Sie später, kann eine kurze zusätzliche Verhütung erforderlich sein. Entnehmen Sie die genaue Regel dem Packungsbeilegetext oder lassen Sie sich in der Apotheke beraten.
Was mache ich, wenn ich eine Tablette vergessen habe?
Das Vorgehen hängt ab von dem Zeitpunkt im Einnahmeschema und davon, wie viele Tabletten betroffen sind. Lesen Sie den Abschnitt „Wenn Sie eine Tablette vergessen haben…“ in der Packungsbeilage. Als allgemeine Sicherheitsregel: zusätzlich verhüten und bei Unsicherheit zeitnah Beratung einholen.
Ist es schlimm, wenn ich die Einnahmezeit um ein paar Stunden verlege?
Kleine zeitliche Verschiebungen sind in vielen Fällen kein Problem. Entscheidend ist jedoch, die Tabletten möglichst täglich zur gleichen Zeit einzunehmen. Bei größeren Abweichungen gelten möglicherweise Regeln wie bei „vergessen“.
Kann ich Alesse während einer Magen-Darm-Infektion nehmen?
Grundsätzlich ja, aber wenn Sie innerhalb kurzer Zeit nach der Einnahme erbrechen oder stark Durchfall haben, kann die Aufnahme beeinträchtigt sein. Dann sind je nach Situation zusätzliche Maßnahmen nötig (z. B. zusätzliche Verhütung, evtl. Ersatztablette). Die genauen Schritte stehen in der Packungsbeilage.
Gibt es mit Alesse Einfluss auf das Gewicht?
Ein klarer, für alle Patientinnen gleicher Zusammenhang ist nicht zuverlässig belegt. Manche berichten über Wassereinlagerungen oder Appetitveränderungen. Wenn Sie deutlich zunehmen, besprechen Sie das mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt oder in der Apotheke.
Welche Warnzeichen sind ein Grund, sofort medizinische Hilfe zu suchen?
Bei Symptomen wie plötzlicher Atemnot, starken einseitigen Beinschmerzen/Schwellung, Brustschmerz, ungewöhnlichen neurologischen Ausfällen oder sehr starken neuen Kopfschmerzen sollten Sie sofort medizinisch abklären lassen.
Kann ich Alkohol trinken?
Moderate Mengen sind bei korrekter Einnahme in der Regel möglich. Problematisch wird es vor allem, wenn Alkohol dazu führt, dass Sie die Einnahme vergessen oder erbrechen müssen.
Welche Medikamente dürfen nicht gleichzeitig genommen werden?
Besonders wichtig sind Wechselwirkungen mit bestimmten Wirkstoffen, z. B. über Enzyminduktion. Da es viele Einzelfälle gibt, prüfen Sie bitte jede neue Medikation (auch pflanzliche Produkte wie Johanniskraut) in der Apotheke oder mit medizinischem Fachpersonal.
Gibt es Alternativen zu Alesse?
Ja. Je nach Ihrem Bedarf kommen z. B. andere hormonelle Optionen (z. B. Minipille, Hormonspirale, Implantat) oder nicht-hormonelle Methoden (z. B. Kupferspirale, Kondom) in Frage.
Wie lange kann ich Alesse einnehmen?
Solange es für Sie geeignet ist und keine neuen Gegenanzeigen entstehen. Regelmäßige Gesundheitschecks und das Beobachten von Warnzeichen sind sinnvoll, besonders wenn sich Lebensstil oder Gesundheitszustand ändern.
Zusammenfassung
Alesse (Levonorgestrel / Ethinyl estradiol) ist eine kombinierte orale Verhütungspille, die vor allem durch Hemmung des Eisprungs, Verdickung des Zervixschleims und Veränderung der Gebärmutterschleimhaut wirkt. Für eine zuverlässige Wirkung sind regelmäßige tägliche Einnahme und die Beachtung von Wechselwirkungen entscheidend.
Wenn Sie Fragen haben – etwa zu Einnahmestart, Wechselwirkungen oder Nebenwirkungen – ist die Beratung in der Apotheke oder bei medizinischem Fachpersonal ein guter nächster Schritt.

